Das Tunika-Rennen
Als der Rennsieger Rahjácomo Laevigata miterlebte, wie sein Sohn Kedio ebenfalls das Tunika-Rennen gewann, bedrängten ihn seine Freunde, sich sofort umzubringen: »Stirb, Rahjácomo«, sagten sie zu ihm, »denn mehr als das kann dir das Leben nicht schenken!«
Jedes Jahr findet zum Schwertfest am 16. Rondra ein großes Pferderennen statt. Die Teilnehmer stellen sich nachmittags auf dem Großen Markt den Rondra-Geweihten vor, die das Rennen ausrichten. Die Rennstrecke führt vom Großen Markt zum Vinsalter Tor hinaus, auf der Brelaker Straße nach Korlob, über eine alte Chabab-Furt nach Hippos ans Südufer, zurück auf der Via Chababia, über die Thalionmel-Brücke, vorbei am Tempel des Sieges, durch Drôler Tor und Thalionmel-Straße wieder zum Großen Markt. Wer als Erster das seidene Band vor der erzherzöglichen Loge (auf dem Balkon des Hotels Chababien) durchreitet, hat gewonnen. In der sommerlichen Hitze verlangt das Rennen Pferden und Reitern das Äußerste ab. Ursprünglich war es ein Wettlauf, auf dem die Läufer zweimal über den Chabab schwimmen mußten. Die Bevölkerung des Umlandes sieht entlang der ganzen Strecke zu, in Korlob und Hippos überwachen Rondra-Geweihte den fairen Ablauf. Der Sieger wird gebadet, gesalbt und für die abendliche Siegesfeier im Haus Chababien mit der Tunika der Thalionmel bekleidet. Der Sieg im Santa-Thalionmel-Rennen ist sehr angesehen: Das Pferd wird Rondra geopfert (und manchmal in einem prächtigen Grabmal beigesetzt), der Reiter das Jahr über zu allen Fiestas eingeladen und gefeiert.
Die Tunika der Heiligen Thalionmel
Der Große Markt
Die Seneb-Horas-Straße
Das Vinsalter Tor
Die Umgebung der Stadt
Die Thalionmel-Brücke
Der Rondra-Tempel
Das Drôler Tor
Die Thalionmel-Straße
Das Hotel Chababien
Jost, ein Losverkäufer
Feiertage
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