Tod
Soviel Menschen geboren werden, sterben auch wieder – nicht nur Greise, sondern auch viele Säuglinge und Kleinkinder. Der in sein bestes Gewand gekleidete Körper des Toten wird auf einer Bahre getragen, sodaß ihn alle sehen können. Ihm folgen im festlichen Leichenzug Freunde und Familie, Schaulustige und bezahlte Klageweiber, die sich unter lautem Wehklagen die Haare raufen. Der Leichnam wird in eine Grube gelegt und mit Erde bedeckt. Wer es sich leisten kann, errichtet darüber einen Grabstein mit dem Namen und Reliefbild des Toten. Den Ärmsten steht das Massengrab offen, und wenn es voll ist, schüttet man ungelöschten Kalk über die Leichen und verschließt die Grube. (Ein Jahr darauf streut man die Gebeine als Dünger aus.) Die Neethaner Oberschicht praktiziert heute die von Markgraf Thariso ay Oikaldiki eingeführte Thorwaler Feuerbestattung, bei der der Tote auf einem brennenden Floß oder Boot dem Meer anvertraut wird. An die Bestattung schließt sich eine fröhliche Fiesta mit Tanz und Totenschmaus. Die Gräber von Neetha reihen sich an der Seneb-Horas-Straße vor dem Vinsalter Tor auf; hier findet man fast nur Armengräber und alte Grabsteine. Anstelle von Gräbern lassen die Reichen Kenotaphe in den Tempeln errichten. Am 1. Boron versamelt sich die Familie um das Grab und gedenkt mit Gebeten und einer Mahlzeit des Verstorbenen.
Die übliche Bestattungsform im chababischen Tiefland ist das Erdbegräbnis auf dem Gebeinfeld in der Nähe des Dorfes. Aus bosparanischer Zeit stammen die mitten in der Landschaft stehenden Pfeilergräber: über dem gemauerten Sockel thront in luftiger Höhe ein (überstehender) steinerner Sarkophag. Diese ‚Heldengräber' markieren heute oft Grenzen zwischen Dörfern oder Latifundien. Gräber und Leichname gelten als heilig, Grabraub als Frevel: Gefaßte Grabräuber werden lebendig begraben ...
Religion in Neetha
Religion in Chababien
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Feste
Feiertage
Cusmina Latifolia, ein Klageweib
Die Markgrafen von Neetha
Gebein
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