Der Tempel des Praios


Über dem Portal des Tempels steht geschrieben: SALUS ANIMARUM LEX SUPREMA – das Seelenheil ist oberstes Gesetz. Zwölf kannelierte Säulen aus rötlichem Marmor schmücken die imposante Fassade. Heller weißer Marmor dominiert die lichte Tempelhalle. Eine Ehrentafel enthält die Namen der Wohltäter des Tempels. An der Stirnseite strahlt ein Altar im ucurianischen Stil aus Gold, Zitrinen und Heliotropen: zwei Statuen für Kaiser Belen-Horas und seine Gemahlin Neetha, in der Mitte die von Sonnenzungen umkränzte Monstranz, in der ein Funke des Ewigen Lichts von Neu-Gareth leuchtet. Eine geschnitzte Kassettendecke mit vielen vergoldeten Rosen weist auf die Geschichte des Tempels und der Stadt hin: In seiner goldenen Zeit beherbergte der Neethaner Praios-Tempel einen eigenen Illuminaten, der unter den Priesterkaisern gar über Stadt und Provinz regierte. Auch heute noch gehört der Tempel zur Ordnung Drôl. Hier verhandelt das städtische Friedensgericht über mindere Delikte, und die Hochgeweihte ist auch erzherzögliche Generalrichterin und sitzt im Senat der Stadt. Der größte Schatz des Tempels war bis zu ihrer Überführung nach Marano die heilige Kette der Zwölfgötter, zu den verbliebenen Reliquien gehören eine hauchzart aus Gold getriebene Rose und die Geißel, mit der sich die Illuminatin Hildemara von Wehrheim zu schlagen pflegte.

Utsinje di Forforo, die Hochgeweihte des Praios
Dschadir Sriptatore, ein Gerichtsbeamter
Die Religion
Der Große Markt
Die Rechtsschule
Die Glanzzeit der Praios-Priester
Stadtplan

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