Der Kriegshafen Port Belen-Horas
Der ummauerte Kriegshafen im Nordwesten der Stadt bildet ein kleines Viertel für sich. Seine Tore sind bewacht und nur mit einer Genehmigung passierbar, was aber recht locker gehandhabt wird. Im Schatten der Molen und Türme liegen die Kriegsschiffe der Liebfelder Heimatflotte (Flagge: goldener Adler auf Grün) und der Zyklopenflotte (Flagge: goldenes Auge auf Blau).
Die Söldnerinnen und Söldner der horaskaiserlichen Flotte sind meist auf See, so daß immer nur eine kleine Anzahl gerade die Hafenkasernen bewohnt. Früher dienten hier sogar Thorwaler Söldner.
Das Arsenal enthält Taurollen, Fässer, Segeltuch, Hylailer Feuer, Entermesser...
In der marmornen Admiralsvilla logiert nicht nur Vice-Admiral Tanglan Casparo von Heyen mit seiner Familie, hier sind auch das Offizierscasino und die Offizien der Marinebürokratie einquartiert.
Der Klapperturm (der nördliche der Hafeneinfahrt) ist ein Glied in der Kette der Semaphore zwischen Drôl und Grangor. Tags fallen von weitem die hölzernen ‘Winker‘ auf, die gelegentlich in geheimnisvolle Bewegung geraten; nachts leuchten manchmal Feuerzeichen von der Spitze des Turmes.
Auch der Rotzenturm (der südliche) hat eine ständige Besatzung, die allerdings nicht nach Winkzeichen, sondern Thorwaler Drachenschiffen oder Mengbillaner Galeeren ausspäht. Die namensgebenden ‚Rotzen’ (Torsionsgeschütze) sind von unten unsichtbar.
Vor der Hafeneinfahrt soll eine Reihe künstlich aufgeschütteter und -gemauerter Untiefen das feindselige Eindringen größerer Schiffe verhindern. Bei Flut verschwinden die Wassersperren ganz unter den Wellen, bei Ebbe ragen ihre höchsten Spitzen über den Meeresspiegel. Den horaskaiserlichen Kapitänen und Steuerleuten ist das richtige Fahrwasser natürlich bekannt.
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