Fastidio de Fastidiis, ein Kastratensänger
Körper: Anfang 60, mittelgroß, füllig, braune Haare, bartlos
Kleidung: bestickte Tunika, Pluderhose, Sandalen
Leben: Wer kennt sie nicht, die komischen Alten in den Genreopern? Schrill, laut und urkomisch. Mal bringen sie die Liebenden zusammen, mal wieder auseinander. Und wer anders könnte solche Rollen idealer ausfüllen als Fastidio, der ‚König’ (nicht Horas, soweit geht er aus guten Gründen nicht) der chababischen Kastratensänger. Geboren vor über sechzig Jahren, verlor er durch einen tollwütigen Novadi seine Manneskraft. Er floh aus seinem Heimatdorf in Drôl und schlug sich nach Neetha durch. Hier wurde das schon früh dick gewordene Kind für seine Stimme berühmt. Vom Pagen über Komiker bis jetzt zu den komischen Alten verlief seine Karriere, und er hat mannhaft allen Angeboten aus anderen Städten widerstanden. Und wenn sich die Nacht über Neetha legt, die Vorstellung längst vorbei ist, kann man ihn in einer der Tavernen sehen, wo er ohne Gage einige warmherzige und romantische Balladen zum Besten gibt.
Das Hoftheater
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