Die große Zeit der Seekönige
Im Jahre 233 v. BF. landete Mironos, Thalassokrat der Zyklopeninseln, mit einer großen Streitmacht an der Chabab-Mündung und eroberte Neetha im Sturm. Damit forderten die Seekönige der Zyklopeninseln die Kaiser von Bosparan heraus und wurden zu ihren gefährlichsten Widersachern. In Seeschlachten mit hunderten Galeeren kämpften die beiden Reiche um die Vorherrschaft an der aventurischen Westküste, während an den bosparanischen Grenzen die Orks und Tulamiden einbrachen und im Inneren Götzenkulte aufblühten. Mironos ließ sich in Neetha einen Palast erbauen und setzte als Statthalterin eine Exarchin ein.
Neetha stand unter der zunehmend bedrückenden Herrschaft seeköniglicher Exarchen. Als die einzige Tochter der Exarchin Dolorosa beim Baden ertrank, geriet die Regentin in Raserei und ließ das Meer geißeln, um den Wassergott Efard zu bestrafen - wenige Tage später suchten schwere Überschwemmungen die Stadt heim. Als das Wasser immer weiter anstieg, weigerte sich Dolorosa trotzig, ihre Villa zu verlassen, und so starb sie.
Der Exarch Paranos wiederum war ein Feigling, der aus Angst vor einem Unfall nie das Haus verließ. Er verbrachte sein Leben im Sitzen, und stets mußten zwei Sklaven einen Schild über ihn halten, damit ihm nichts auf den Kopf fallen konnte. Als 118 v. BF. eine Seuche auf den Zyklopeninseln ausbrach, erlitt Paranos tatsächlich einen Unfall. Die Neethaner schüttelten die Fremdherrschaft ab und regierten sich selbst. Der Stadtstaat gab sich in freien Wahlen einen Senat und wählte Efard und Fex als seine Stadtgötter. Erstmals erschien das Motto »Efarde Fexeque Saluta« - »von Phex und Efferd gesegnet«. Nicht einmal zwanzig Jahre sollte diese Episode der Freiheit währen, die Dämokratie, wie sie die bosparanische Propaganda in Anlehnung an die Dämonen nannte.
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