Das Despotat von Despiona


Um 220 v. BF. wurde das Despotat von Despiona errichtet, formell ein unabhängiger Staat und Verbündeter der Seekönige, in Wahrheit deren Vasall und Vorfeld. Das Staatsgebiet umfaßte Despiona (damals wesentlich größer als heute), Eldoret, Chetoba, Thegûn, Methumis, Malur und Belhanka und erstreckte sich vom Fluß Onjet bis zum Abbadom-See. Die siebzig Jahre des Despotats waren der Tiefpunkt des bosparanischen Reiches, das nun das kleinste Gebiet seit Belen-Horas umfaßte. An der Spitze dieses frevelhaften Staates aber standen die Despoten – Priester der Zwölfgötter.
Um 200 v. BF. fielen im Süden die Tulamiden unter dem Großsultan von Elem ein und marschierten mit Echsen und Elefanten auf die bosparanische Stadt Belenas. Florus, der kaiserliche Trodinar von Drôl, eilte Belenas mit seinen Legionären zu Hilfe. Doch die Stadt wollte ihre faktische Unabhängigkeit gegen beide Seiten verteidigen. So kam es zur Dreivölkerschlacht. Elem siegte über Bosparan und Belenas, eroberte die Stadt und nannte sie Mengbilla. Das von allen Legionären entblößte Drôl mußte sich einer seeköniglichen Flotte ergeben. Piraten aus Mengbilla plünderten fortan Küstendörfer um Drôl und Neetha, versklavten die jungen Leute und verkauften sie nach Elem.
Als die Zeiten am dunkelsten waren (um 150 v. BF.), erschien das Talismanschwert Armalion. Unter den bosparanischen Legionären hatte sich der Kult der tulamidischen Kriegsgöttin Rondra verbreitet. Mit ihrer Hilfe retteten die Kusliker Kaiser das bosparanische Reich. In der Stadt Arivor residierte Rondras höchster Priester, der Marschall des Bundes. Hier sammelte Kaiser Brigon-Horas seine Legionen zum Krieg gegen die Despoten. Der Marschall der Rondra führte sie in den Krieg - und er führte Armalion. Auf der Seite der Despoten standen die Rasrag-Priester. Am Fluß Sikram entbrannte die entscheidende Schlacht. Als die Despoten hörten, die Pfeile und Pilen ihrer Feinde würden die Sonne verdunkeln, riefen sie: »Wenn die Bosparaner die Sonne verdunkeln, können wir im Schatten kämpfen!« Rondra siegte. Die Legionen des Kaisers marschierten nach Despiona, belagerten, erstürmten es - und zerstörten die Stadt derart gründlich, daß »sogar die Steine weinten«. Die Dunklen Zeiten des bosparanischen Reiches waren zu Ende.

Der Kampf um die Zwölfgötter

Die große Zeit der Seekönige
Philosophie in den Dunklen Zeiten
Die Geschichte von Cedor und Ephebes
Die Reformen der Kusliker Kaiser

Despiona heute