Straßen
Die Seneb-Horas-Straße durchquert die Provinz von Norden nach Süden. Auf dieser gepflasterten Allee fährt auch der Postendienst Pertakis. Die Bäume sind unten weiß gekalkt, um Schädlingsfraß fernzuhalten. Als horaskaiserliche Straße verfügt sie über Herbergen und Wechselstationen von Nr. 16 in Neetha bis Nr. 29 an der methumischen Grenze (Nr. 1 ist in Drôl). Auf Garether Landkarten heißt die nach Kaiser Seneb-Horas benannte Straße Reichsstraße 5.
Die Silem-Horas-Straße begleitet die Küste des Lieblichen Feldes. Kurz vor Neetha trifft sie in Rhuvak auf die Seneb-Horas-Straße und endet hier. Die königliche Straße ist gepflastert, aber in schlechtem Zustand: Der Granitbelag wurde lange nicht ausgebessert, Lücken mit Feldsteinen oder Sand gefüllt, die alten Herbergen sind verfallen. Auf dem Meer fahren viele Handels- und Kriegsschiffe.
In das Straßenpflaster der Seneb- und Silem-Horas-Straße haben Jahrhunderte deutliche Wagenspuren gegraben: Fußgänger können sich an den Kanten den Fuß verknöcheln; Wagen lassen sich schwerlich auf offener Strecke aus der Spur lenken; Kutschen und Karren mit unüblichem Räderabstand geraten einseitig in eine Rille; nach Regenfällen steht in den Spurrillen Wasser. Die anderen Straßen sind nicht gepflastert.
In Thegûn beginnt die Karawanenstraße, die zur Pforte von Kabash und in die Wüste Khom führt. Wichtigster Umschlagplatz für die Waren der Novadis ist Kabash. Weitere wichtige Etappen dieser Route sind Tashbar, die Siedlung der Verbannten, und Keshal Thorra, die Felsenburg des Ordens der Schwerter. Die Könige des Lieblichen Feldes haben einen Vertrag mit dem Drachen Shafir geschlossen, demzufolge er ein Heer aus der Wüste aufhalten würde.
Die Via Chababia ist die große Straße des Chabab-Tals. Sie begleitet den Fluß in Sichtweite auf dem südlichen Ufer. Auf dem Chabab selbst schwimmen vor allem Flöße mit Marmorfrachten aus den Bergen nach Neetha. Es gibt nur zwei Brücken über den Chabab: die steinerne Thalionmel-Brücke in Neetha und die hölzerne Brücke von Eskenderun bei Shilish.
Ansonsten überzieht ein Netz von Landstraßen, Karrenwegen, Eselpfaden und Wildwechseln die Provinz. Sie zweigen von den großen Straßen ab, verbinden Dörfer, Landgüter, Hirtenhütten, Felder, Weidegründe, Brunnen, heilige Plätze, verfallene Siedlungen, enden im Nirgendwo. Mal herrscht lebhafter Verkehr, mal völlige Einsamkeit. Wegweiser gibt es nicht, Fremde sind auf Auskünfte oder ihr Glück angewiesen.
Auf den Straßen dominieren Menschen und Esel. Bauern reiten auf Eseln zur Feldarbeit oder auf den Markt, zweirädrige bemalte Eselwägelchen rumpeln und pumpern über das Pflaster der Reichsstraße oder knirschen auf unbefestigten staubigen Karrenwegen. Hirten treiben Büffel oder Ziegen zur Tränke. Sprengt ein Postreiter herbei, müssen die Hirten ihre Herde schnell von der Straße treiben.
An den Straßen und Wegen und besonders an Kreuzungen stehen Schreine für Götter, Heilige und Heroen. Diese Wegrandschreine wurden von Bauern oder Hirten aus einfachen Feldsteinen gebaut. Sofern ein Dorf in der Nähe liegt, finden sich vor den hölzernen oder steinernen Kultbildern Opfergaben: frische Blumen, Kräuter, Mehl, Korn, Essig, verkrustetes Blut von Tauben oder Hühnern.
Mit Raubüberfällen ist auf allen Straßen zu rechnen. Novadische Räuber, die in den Wilden Süden eindringen, glauben fälschlich, um die Wegrandschreine wäre Silber vergraben, und wühlen den Erdboden auf. Die meisten Räuber sind jedoch aufständische Bauern oder entlaufene Goblins.
Landschaften
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Das Chabab-Tal
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Die Kababische Küste
Die Dörfer
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Kabash
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