Steinbrüche
Aller weißer und rosiger Marmor, der in den Tempeln und Palästen Aventuriens verbaut wurde und wird, kommt aus den Hohen Eternen. Hier klaffen die Steinbrüche wie Wunden in den Flanken der Berge, groß für die Menschen, klein für das Gebirge. Manche Steinbrüche sind seit Jahrhunderten, ja seit Bosparans Tagen in Betrieb. Die Technik hat sich seit jenen Zeiten nicht geändert: In das Gestein werden Löcher gebohrt, Holzpflöcke hineingetrieben, Wasser darauf geschüttet, welches das Holz zum Quellen bringt und die Steinblöcke lossprengt. Mit Hammer, Meißel und Spitzhacke werden die Marmorblöcke endgültig von der Mutter Erde gelöst und für den Transport zurechtgehauen. Mit Seilwinden, großen hölzernen Treträdern und viel Schweiß werden die Blöcke angehoben, auf hölzerne Schienenbahnen und Ochsenkarren verladen, letztlich alle an den Chabab gekarrt, nach Neetha ans Meer geflößt und in aller Herren Länder verschifft. Die Steinbrecher arbeiten schwer, und Unfälle kommen immer wieder vor. Die Steinbrüche sind eine klassische Zwangsarbeit für Strafgefangene, doch gibt es auch genug Freiwillige, die sich gegen Lohn verdingen. Sie werden natürlich genauso ausgebeutet wie alle Arbeiter: Arbeitszeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, kein freier Tag, kein Urlaub, unregelmäßige Lohnzahlungen, kein Lohn bei Krankheit oder Unfall, Marmorstaub in der Lunge, überhöhte Preise in der Lagerküche.
Die Hohen Eternen
Das Chabab-Tal
Neetha
Landkarte
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