Salinen
Seit über tausend Jahren versorgen die Salinen der Eldoreter Halbinsel das Liebliche Feld mit Salz. An der flachen Küste wurden unzählige seichte Becken angelegt, durch kleine Erd- und Sandwälle getrennt, durch Kanäle und Zuleitungen mit einander und der offenen See verbunden. Alljährlich nach den Winterstürmen werden die Dämme durchstochen, die Kanäle geöffnet, die weiten Flächen der Salinenbecken mit salzigem Meerwasser überflutet. Dann werden die Zuleitungen unterbrochen. Unter der heißen Sonne des Wilden Südens, selten nur von Regenfällen aufgewühlt, verdunstet das Wasser: eine weiße Salzlandschaft bleibt zurück, soweit das Auge reicht. Salinenarbeiter rechen die noch nasse Masse zu Haufen zusammen und lassen sie ganz trocknen. Wenn der Herbst ins Land zieht, schaufeln sie das Meersalz in geflochtene Bütten, Maulesel tragen die schwere Last dann in die Magazine der Salzbarone. Die verlassenen Salzgärten aber fallen in Winterschlaf, bis der nächste Lenz kommt. Die Ausbeutung der Salinen ist ein Privileg der örtlichen Signori, die darum zu den reichsten der Provinz zählen. Der Signor von Despiona hat seine Salinen allerdings an die Patrizier der Stadt verpachtet. Die Oberaufsicht führt das Salzamt des Ardariten-Ordens zu Eldoret, das die Qualität des Salzes prüft und die Salzsteuer einhebt, die zu den wichtigsten Einkünften des Ordens zählt.
Die Kababische Küste
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