Obstgärten


Hinter vielen Häusern stehen einzelne Obstbäume, kleinere Obstgärten umkränzen die Dörfer, und die Adligen besitzen große Pflanzungen, die zur Erntezeit zahlreiche ‚Pflücker' beschäftigen. Hier wachsen vor allem Äpfel und Birnen, Pflaumen und Marillen, Kirschen und Amarellen, Feigen und Zitrusfrüchte (Perainäpfel genannt). So reichlich fällt die Ernte aus, daß die Grundherren große Kessel besitzen, in denen sie die Überschüsse zu Bränden und Schnäpsen verarbeiten lassen. Die kleinen Bauern zahlen hingegen pro Baumstamm eine empfindliche Obststeuer - als ‚Ansporn, die einzelnen Obstbäume ertragreicher zu züchten'. Ein Aberglaube besagt: Wer Feigen- oder Granatapfelbäume besitzt, muß sie am Tag nach dem ersten Vollmond im Peraine-Monat besuchen und mit wildem Oleander und Majoran kränzen. Unterläßt man es, glauben die Bäume, man sei gestorben, und tragen aus Trauer nichts.

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