Fischfang


"Eine Handvoll Fischer müht sich mit dem Grundnetz ab, das am Abend zuvor ausgelegt wurde. Die Männer und Frauen, bis zur Hüfte im rauschenden Meer, zerren und ziehen am schweren Netz, das sich nur langsam aus dem abströmenden Wasser hebt. Sie arbeiten schweigend und mit bedächtigen Handgriffen. Nach einer halben Stunden liegt das große graue Netz endlich am Strand, und das Getier der Meere zappelt darin. Die Fischer werfen Fische und Netz in ihr Boot und rudern langsam davon."

Viele Menschen des Wilden Südens leben vom Fischfang. Allnächtlich fahren sie mit bunt bemalten Booten aufs Meer der Sieben Winde hinaus und ringen ihm mit ihren Fischernetzen reichen Fang ab. In anderen Dörfern fahren sie allein oder zu zweit aus, angeln und harpunieren. Zur Ausrüstung gehören geflochtene Leinen mit Fischhaken, eine Harpune, eine Kiste mit Ködern, und eine Keule, um große Fische zu erschlagen. Der Fang sind meist Horas-, Blind- und Güldenfische, Plättlinge, Meerbarsche, Silberaale und kleine Efferdsfrüchte (Elida-, Warzen-, Pilger-, Herz- und Nixenmuscheln, Tintlinge, Seeigel, Seepferdchen, Taschenkrabben und Einsiedlerkrebse). Was nicht eßbar ist, wird ins Meer zurückgeworfen oder den Göttern geopfert. Das meiste wird am Morgen frisch verkauft und am selben Tag verzehrt. Fängt man einen Schwert- oder Streifenhai, muß man die Leber entfernen, die Flossen abschneiden, den Fisch enthäuten und das Fleisch zum Einsalzen in Streifen schneiden. Zackenmakrelen, Feuerköpfe und Schuppensegler werden geräuchert, Thunfische in Olivenöl gelegt, Großtintler mariniert und gesotten, blaue Hummer harren lebend ihres Schicksals. Verschont werden die heiligen Delphine und die vielarmigen Kraken. Der Mast des Fischerbootes ist abnehmbar und wird tagsüber mit dem darum gewickelten Segel, das oft mit Mehlsäcken geflickt werden muß, in der Hütte an die Wand gelehnt. In jedem Fischerdorf steht ein Schrein des Efferd, und sein Fest im späten Sommer ist das größte an der Küste.

Die Kababische Küste
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Ein typisches Fischerboot
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