Einladungen


Wer in ein Nachbardorf oder in die Stadt will, geht zu Fuß oder reitet auf einem Esel. Die staubigen Straßen und üblichen Sandalen führen dazu, daß die Füße unweigerlich dreckig werden. Daraus ergibt sich der alte Brauch, Besuchern die Füße waschen. Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige, aber im Wilden Süden gibt es schon lang keinen König mehr. Wer auf sich hält, kommt zu spät - man kann ja nachher länger bleiben. Eine Begrüßung unter Freunden verlangt zumindest Umarmung, Schulterklopfen und nochmalige Umarmung. Man bringt ein Gastgeschenk mit, sei es Olivenöl, ein Schlauch Wein oder ein Körbchen getrockneter Feigen. Aufgetischt wird, was Küche und Keller hergeben. Der Gast sollte nicht beim Essen die Speisen loben - denn das bedeutet, daß er noch hungrig ist! Das Gespräch kreist erst um die Ernte, die guten oder schlechten Zeiten, die Gesundheit der Familie, bevor man sich persönlichen Anliegen zuwendet.

Die Häuser
Essen und Trinken
Die südliche Lebensart

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