Abbadom


Der Abbadom-See liegt abseits aller größeren Straßen und Städte in der Ebene. Einige schlechte Karrenwege führen dorthin. Am Südufer des Sees liegt das kleine Dorf Dracomira. Bauern bestellen einige karge Äcker, Fischer fahren auf den See hinaus, Hirten treiben ihre schweren schwarzen Büffel zur Tränke. Alles in allem sieht es nach dem Ende der Welt aus.
Nach einer unter Rondra-Gläubigen kursierenden Überlieferung soll hier der Kampf des Hl. Geron mit dem Wurm von Kababien stattgefunden haben. Darum wird der See gelegentlich zum Ziel rondrianischer Pilger, die auf seinem Grund das Skelett des Lindwurms vermuten. Die Bauern, Fischer und Hirten schweigen dazu.
Auf einer Halbinsel am nördlichen Ufer kriechen graue Grundmauern über die wüste Erde. Hier stand die Abtei Abbadom, die den Gelehrten als Sitz eines Drachenkultes bekannt ist. Ein Heer der Priesterkaiser konnte Abbadom nicht stürmen, da sich die Abtei von einem Tag auf den anderen in Luft aufgelöst hatte.
Tatsächlich geht die Geschichte von Abbadom auf die Dunklen Zeiten zurück. Hier huldigten die Menschen den Zwölfgöttern, doch nicht den Zwölf des Kaisers Silem-Horas, sondern neben Rondra oder Tsa auch Dakor, dem Drachengott, oder dem Unbekannten, dessen Name man nicht kannte.
Doch dieser Kult der Alten Zwölf ist nicht tot. Als die Zerstörung durch die Priesterkaiser drohte, wurde Abbadom durch ein Wunder in eine Globule entrückt, in der ein anderer Zeitfluss herrscht. Von Zeit zu Zeit steht die Abtei am Ufer des Sees, als wäre sie niemals verschwunden gewesen. Und die Leute von Dracomira sind nicht die einzigen im Wilden Süden, die an die ‚wahren' Zwölfgötter glauben ...

Der Kampf um die Zwölfgötter
Die Glanzzeit der Praios-Priester
Religion in Chababien
Geron der Einhändige und der Wurm von Kababien
Die Pampa
Brelak
Die Dörfer
Die Häuser
Ackerbau
Viehzucht
Landkarte

Von der Niederwerfung Abbadoms

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